Gründe sich einen Hund anzuschaffen

  1. Ein Hund hält fit, wenn man ihn artgerecht hält. Studien zeigen, dass sich Hundebesitzer mehr bewegen als hundelose Menschen. Durch Bewegung werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindert und das Immunsystem gestärkt.
  2. Hunde können Krankheiten, wie Diabetes (zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerspiegel), Epilepsie, Krebs u. a. teilweise schon im Voraus erkennen.
  3. Dem Speichel von Hunden werden heilende Stoffe zugeschrieben, die die Heilung kleiner Wunden fördern können.
  4. Auch bei chronischer Depression konnte festgestellt werden, dass Menschen mit Hunden, durch deren vorurteilsfreie Art, profitieren. Hunde sind Seelentröster.
  5. Hunde senken Stress, was sich bei Krankheiten wie Autismus, Demenz etc. positiv auswirken kann.
  6. Hunde erfüllen auch einen sozialen Aspekt. Mit einem Hund kommt man einfacher mit anderen Menschen in Kontakt.
  7. Ein Hund in der Arbeit macht Freude. Hunde am Arbeitsplatz verschaffen, soweit sie gut erzogen sind, ein sehr gutes Betriebsklima. Arbeitnehmer, die ihre Hunde mit zur Arbeit nehmen dürfen, leiden unter weniger Stress und im Büro herrscht eine bessere Atmosphäre, was bereits durch mehrere Studien belegt wurde.

 

Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man sich einen Hund zulegt:

Aus welchem Grund wollen Sie einen Hund nehmen – wollen Sie Ihre Lebensführung ändern und nehmen sich den Hund um sportlicher zu werden? Suchen Sie einen Partner-, Kindersatz?

Wer ist für ein Tier, wer gegen ein Tier in der Familie? Kann ein – ehrlicher – Kompromiss gefunden werden?

Wieviel Personen leben im Haushalt – ist noch Platz für einen Hund?

Gibt es ungelöste zwischenmenschliche od. sonstige Probleme in Familie/Beruf?

Wer aller wird sich um das Tier kümmern?

Ein Hund wird 10 – 15 Jahre – wird man sich solange um das Tier kümmern können/wollen?

Schon mal einen Hund gehabt? Welche Rasse? Wie ist man damit zu Recht gekommen?

Sind die Kinder alt genug, um mit einem Tier umgehen bzw. es versorgen zu können?

Verstehen Kinder, dass der Hund ein Familienmitglied ist, Niemandem alleine gehört und kein Spielzeug ist? Dass Tiere auch Bedürfnisse haben (z. B. Ruhe), die beachtet werden müssen?

Kann der Hund in die Arbeit mitgenommen werden (schriftl. Zustimmung Arbeitgeber u. Kollegen)?

Ist Jemand mehrheitlich beim Hund tagsüber, oder ist der Hund den ganzen Tag allein? Hunde sind sehr soziale Wesen. Ein Leben lang den ganzen Tag allein sein zu müssen, schmälert die Lebensqualität des Tieres enorm!

Will man sich einen Tiersitter/Tierpension leisten?

Lässt das Berufsleben/Privatleben/Familienleben zeitlich überhaupt einen Hund zu?

Kann der Hund im Urlaub mitkommen? Wenn nein, wer betreut ihn währenddessen? Will man allfällige Tierpensionskosten auf sich nehmen?

Hat Jemand in der Familie Allergien, Asthma o. ä. die bestimmte Hundetypen ausschließen?

Im Falle von (menschlichem) Zuwachs – wird der Hund noch erwünscht sein? Wird man mit der neuen Situation fertig werden?

Im Falle einer Trennung – wer wird den Hund nehmen (wollen) und o. a. Punkte erfüllen können?

Im Fall von Jobverlust – wird der Hund noch gehalten werden können?

Im Falle, dass ein Lebenspartner ins Haus kommt – wird man den Hund noch haben wollen? Vor allem wenn der neue Partner ein Problem mit dem Tier hat? Wird man mit dieser Situation fertig werden oder wird man sich entscheiden müssen – Hund oder Partner?

Welche Eigenschaften sind beim Hund wichtig (ruhig, anhänglich, freundlich, neugierig, verspielt)?

In welchem Bereich soll der Hund begleiten (Familienhund, Sport-, Freizeitpartner, Hundesport, Therapie-, Rettungs-, Assistenzhund)?

Ist genug Zeit, um mit dem Hund zu trainieren bzw. ihn artgerecht auszulasten (tägl. mind. 2 Std.)?

Wie viel Energie haben die Familienmitglieder (Couch-Potatoes od. Sportler)?

Gibt es noch andere Tiere in der Wohnung? Welche? Sind sie mit dem Hund kompatibel?

Ist lt. Mietvertrag/Wohnungseigentumsvertrag Tierhaltung erlaubt?

Wie groß ist die Wohnung? Wie viele Zimmer hat die Wohnung? Wie viele davon darf der Hund betreten?

Gibt es einen Garten zur Wohnung? Wie groß? Kann er vom Hund problemlos benützt werden?

Liegt die Wohnung mitten in der Stadt oder ist sie umringt von Grünanlagen?

Wo/wieweit ist die nächste Hundezone?

Hat man einige Tage Zeit um den Neuankömmling einzugewöhnen?

Darf der Hund auf’s Sofa, ins Bett etc.? Sind sich alle Familienmitglieder darüber einig und hält sich Jeder daran?

Wo wird sein Liege-/Fress-Platz sein? Hat der Hund eine Rückzugsmöglichkeit?

Wird man die Kosten decken können, wie z. B. Anschaffungskosten, monatliche Kosten für Nahrungsmittel/ Leckerli etc., regelmäßige Tierarztkosten (Impfungen etc.), unvorhergesehene Tierarztkosten (OP, chron. Erkrankung, Unfall etc.), Tierhaftpflichtversicherung.

Nimmt man sich einen Welpen? Dieser braucht im 1. Jahr viel Zeit und Kosten für Tierarzt und Ausbildung, Hundeführschein etc.

Nimmt man sich einen erwachsenen Hund? Diese sind meist ausgebildet, haben schon geringeres Energieniveau, jedoch Gefahr von Verhaltensproblemen.

Nimmt man sich einen alten Hund? Evt. höhere Tierarztkosten, dafür weniger Zeit- und Energieaufwand.

Welche Hunderasse möchte man und welche Rasse ist aufgrund des Lebensalltages vernünftiger Weise zu nehmen? Wird man einen Kompromiss finden (wollen)? Der Hund darf jedenfalls nicht mehr Energie haben als die Familienmitglieder!

 

Werden Sie dem Hund in guten und in schlechten Zeiten beistehen – ein Leben lang und auch bei seinem Abschied von dieser Welt?

 

RUDELHALTUNG
Bei der Rudelhaltung können durch Spielverhalten oder auch kurzzeitige Differenzen zwischen einem oder mehreren Hunden, Verletzungen auftreten. Sollte es zu Verletzung kommen sind die Tierarztkosten inkl. Medikations- und Transportkosten vom Eigentümer des Hundes zur Gänze zu tragen.

 
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